Größe und Geometrie

Ein Bike muß die richtige Grösse haben. Beim Auswählen eines neuen Rades sollten die Körpergrösse, die Innenbeinlänge und die Armlänge bekannt sein. Wir zeigen und helfen, die richtigen Maße zu finden.

Das Bike muß zum Fahrer passen und nicht umgekehrt. Daher ist es das Wichtigste, die passende Grösse des Bikes zu bestimmen. Es muß zu 100% zu Ihnen passen. Wenn man sich auf den Sattel setzt, darf nichts stören. Die Sitzposition nicht, der Sattel nicht, der Lenker und die Griffe natürlich auch nicht. Ein wenig Vorarbeit ist nötig um das zu erreichen. Eine Arbeit, die sich aber in ungetrübten Fahrspaß auszahlt. Erstens: Körpergrösse und Innenbeinlänge messen. Zweitens: In der untenstehenden Tabellen die richtige Rahmengrößen für die unterschiedlichen Einsatzbereiche ermitteln. Als Beispiel: wer es bei einem Mountainbike sportlich mag, sieht in der in der Spalte "Sport-Position" nach. Wer eher komfortorientiert lange Touren fährt, der findet die passenden Informationen in der Spalte "Bequem-Position". Da nicht jeder Mensch gleich proportioniert ist, können die Empfehlungen auch von den Tabellenangaben abweichen.
Zum Ausmessen werden ein Maßband, eine Wasserwaage, Stift und Papier benötigt.

Gerne können Sie zu diesem Punkt unsere Unterstützung und Beratung bekommen.

1a) Die Schrittlänge.Klicken Sie hier um den Inhalt anzuzeigen

Auch "Innenbeinlänge" genannt, setzt dieses Maß den Grundstein der Rahmengrößenbestimmung. Und so geht´s: stellen Sie sich aufrecht, ohne Schuhe, an eine Wand. Am besten "untenrum" nur eine Unterhose tragen. Füße normal, etwa schulterbreit plazieren. Nehmen Sie nun eine Wasserwaage zwischen die Beine und schieben Sie diese mit leichtem Druck bis ganz nach oben. Eine zweite Person richtet die Wasserwaage nun aus und mißt Ihre Schrittlänge vom Boden bis zur Oberkante der Wasserwaage. Wert in cm notieren.
Tipp: wenn keine Wasserwaage zur Hand ist, kann auch ein dickes Buch o.ä. verwendet werden.

1b) Die Körpergröße.Klicken Sie hier um den Inhalt anzuzeigen

Die Körpergröße wird gemessen, indem Sie sich aufrecht, ohne Schuhe an eine Wand stellen. Die Schulterblätter, der Hinterkopf und die Fersen berühren dabei die Wand. Ihr Meßpartner legt die Wasserwaage dieses Mal auf Ihren Scheitel und richtet sie aus. Mit dem Maßband wird die Körpergröße vom Boden bis zur Unterkante der Wasserwaage gemessen. Wert in cm notieren.

Für die Messungen der Schrittlänge und der Körpergröße kann statt einer Wasserwaage auch ein dickes Buch verwendet werde, welches bündig an die Wand gedrückt wird.

1c) Die Armlänge.Klicken Sie hier um den Inhalt anzuzeigen

Stellen Sie sich aufrecht hin und strecken Sie einen Arm aus. Nehmen Sie einen Bleistift oder einen anderen langen, dünnen Gegenstand in die Hand und umfassen Sie ihn wie den Lenker eines Bikes. Der Meßpartner legt nun das Maßband an Ihren Schlüsselbeinknochen an und mißt die Armlänge bis zur Mitte des Bleistiftes. Wenn Sie besonders lange oder kurze Arme haben, ist vielleicht ein Rad mit einem etwas längeren oder kürzerem Oberrohr für Sie besser geeignet. Wert in cm notieren.

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Rahmenmaße Rennrad und SpeedsterKlicken Sie hier um den Inhalt anzuzeigen

 

Rahmenmaße TrekkingradKlicken Sie hier um den Inhalt anzuzeigen

 

Und was bedeuten diese Geometriedaten überhaupt?Klicken Sie hier um den Inhalt anzuzeigen

 

Die Sitzrohrlänge

Die Sitzrohrlänge ist das Maß von der Mitte des Kurbelgehäuses bis zur Oberkante des Sitzrohres. Bei den Vaust-Rahmen definiert dieses Maß die Rahmengröße in cm oder Zoll. Ferner wird die Rahmengröße auch durch die anderen Rahmenmaße, wie z.B. der Oberrohrlänge, bestimmt. Welche Sitzrohrlänge bzw. Rahmengröße Sie brauchen, hängt im Wesentlichen von der ermittelten Schrittlänge ab.

Die Oberrohrlänge

Ob gedrungen oder gestreckt, ob kurz oder lang- die Oberlänge bestimmt die Haltung auf dem Bike. Gemessen wird sie als horizontale Verbindung von der Mitte des Sitzrohres bis zur Mitte des Steuerrohres. Je länger das Oberrohr, desto gestreckter ist die Sitzposition; je kürzer, desto komfortabler, aufrechter ist die Haltung auf dem Rad. Ein längeres Oberrohr bedeutet aber auch, daß ein Bike Steigungen besser emporklettert, da der Schwerpunkt weiter nach vorn verlagert ist.

Die Vorbaulänge

Sind die Arme etwas zu kurz oder zu lang? Vorbauten unterschiedlicher Länge können für Ausgleich sorgen. Aber nicht nur bei der Armhaltung, sondern auch beim Lenkverhalten spielt die Länge des Vorbaus eine wichtige Rolle. Ein kurzer Vorbau sorgt für ein direktes Lenkverhalten, ein langer Vorbau vermittelt einen guten Geradeauslauf des Rades, lenken daher aber etwas langsamer ein.

Der Lenkwinkel

Der Winkel, in dem die Gabel relativ zum Boden steht wird Lenkwinkel genannt. Ein Rahmen mit einem flachen Lenkwinkel zeichnet sich durch Spurtreue aus. Ist der Lenkwinkel steiler wird das Bike deutlich agiler. Bei einem Freerider z.B. steht die Gabel eher flach.

Der Sitzwinkel

Der Schwerpunkt des Fahrers über dem Rad ist stark vom Sitzwinkel abhängig. Je flacher dieser Winkel desto weiter verschiebt sich der Schwerpunkt nach hinten. Der optimale Sitzwinkel hängt zum einen von den Körperproportionen, vor allem aber auch vom persönlichen Geschmack ab.

Der Radstand

Der Radstand ist das Maß gemessen von Achsmitte zu Achsmitte der Laufräder. Dieses Maß hat einen starken Einfluß auf das Fahrverhalten des Bikes. Räder mit langen Radstand laufen bergab viel ruhiger als Bikes mit einem relativ kurzen Radstand (Länge läuft). Auf der Habenseite der Räder mit kurzem Radstand steht, daß diese im Gelände viel wendiger und agil sind.

Kettenstrebenlänge

Die Länge der Kettenstrebe bestimmt Steigfähigkeit und Traktionsverhalten des Rades. Je länger die Kettenstrebe, desto besser geht es bergauf, gleichzeitig sinkt jedoch die Traktion. Kurze Kettenstreben bringen wiederum Agilität und Wendigkeit auf dem Singletrail. Jedoch bäumt sich das Bike am Berg schneller auf. Gemessen wird von der Mitte des Tretlagergehäuses bis zur Achsmitte des Hinterrades.